# TOMs für IT

> Technical and organizational measures for University of Münster CIT (in german language) [<i class="fa-solid fa-download"></i>](/documents/toms_it.pdf)

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Site [llms.txt](/llms.txt)

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## Geltungsbereich der technischen und organisatorischen Maßnahmen

Die in diesem Dokument beschriebenen technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) sind gem. dem Datenschutzkonzept der Universität Münster sowie den Richtlinien zur IT-Sicherheit auf die vom der Universität Münster CIT bereitgestellten und verwalteten IT-Systeme anzuwenden. Die konkrete Umsetzung wird in den jeweiligen Konzepten für Dienste bzw. Systeme dokumentiert.

## Pseudonymisierung

- Bei Bedarf müssen Daten abhängig vom Umfang und Zweck geeignet pseudonymisiert werden. Die Notwendigkeit hierzu muss bereits bei der Konzeption einer Verarbeitung geprüft werden. (Datenschutzkonzept)

## Verschlüsselung

- Datenträger von mobilen Endgeräten für den Dienstgebrauch (z. B. Notebooks, Smartphones) sind nach Stand der Technik zu verschlüsseln (Regelung zur Verschlüsselung von mobilen Endgeräten und Datenträgern)
- Die Notwendigkeit zur Verschlüsselung einzelner Dateien, Informationen oder Übertragungswege muss im Einzelnen geprüft und falls nötig umgesetzt werden (RL01.1 Klassifizierung von Informationen)
- Zur Verschlüsselung werden stets geeignete Verfahren nach dem Stand der Technik genutzt (RL02 Sicherer IT-Betrieb)

## Vertraulichkeit

### Zutrittskontrolle

- Serverräume, Räume für Netz-Infrastruktur und Büroräume sind mit Schließanlagen ausgestattet. Die Vergabe von Zutrittsrechten sowie die Ausgabe der Schlüssel erfolgt ausschließlich nach einem internen Nutzer-Rollen-Konzept und ist zu dokumentieren
- Die Berechtigung zum Betreten der Serverräume ist auf einen eingeschränkten Personenkreis zu begrenzen und zu dokumentieren (RL02 Sicherer IT-Betrieb)

### Zugangskontrolle

- Netzwerkperimeter-Sicherheit (RL06 Sicherheitsrichtlinie Netz)
  - Es wird eine mehrstufige Next-Gen-Firewall mit IPS Funktionalität am Internet-Gateway eingesetzt
  - Es besteht eine Trennung von Sicherheitszonen mit unterschiedlichem Schutzbedarf durch restriktive Firewalls
  - Der externe Zugriff auf Systeme wird durch eine restriktive und jährlich geprüfte Allowliste beschränkt
- Fernzugänge (RL06 Sicherheitsrichtlinie Netz)
  - Zentral geregelter Einsatz von Client-to-Site VPN nach Stand der Technik
  - Zugang mit zentralem Benutzernamen und separatem Passwort
  - Mehrfaktorauthentifizierung für alle administrativen VPN Zugänge (zukünftig für alle VPN Zugänge)
  - Remote Desktop Zugriff beschränkt auf Remote Desktop Gateways
- WLAN (RL06 Sicherheitsrichtlinie Netz)
  - Zentral betrieben und verwaltet sowie nach Stand der Technik abgesichert
  - Zugang mit zentralem Benutzernamen und separatem Passwort
  - Zugriff auf einen eingeschränkten Netzbereich
- Arbeitsplätze (Desktops/Notebooks) (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
  - Zugänge müssen angemessen abgesichert sein (mindestens mit Benutzername und Passwort oder gleichwertigen Authentifizierungsmethoden)
  - Administrative Zugänge müssen über Mehrfaktor-Authentifizierung abgesichert werden (z. B. per OTP, Zertifikat mit eToken, SSH Keys)
  - Einsatz von automatischen Bildschirmsperren bei Inaktivität
- Passwortrichtlinien
  - Für zentrale Zugangsdaten werden die jeweiligen Anforderungen durch die zentrale Nutzerverwaltung festgelegt und technisch beim Ändern von Passwörtern erzwungen
  - Administrative Zugangsdaten müssen nach Stand der Technik gewählt und sicher verwahrt sowie genutzt werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)

### Zugriffskontrolle

- Berechtigungen müssen angemessen verwaltet und ausschließlich restriktiv vergeben werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
- Relevante Ereignisse (insbesondere Zugriffsversuche) sollten geeignet protokolliert werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb / RL14 Protokollierung und zentrales Logging)

## Sicherstellung der Integrität

### Weitergabekontrolle

- Vor der Weitergabe von Informationen muss stets ihr Schutzbedarf geprüft werden und ob bzw. wie sie weitergegeben werden dürfen (RL01.1 Klassifizierung von Informationen)

### Schutz vor Schadsoftware

- Eingehende und ausgehende E-Mails und Anhänge werden zentral auf Schadsoftware hin untersucht
- Alle Endgeräte und Server sollten, sofern möglich bzw. sinnvoll, mit einem zentral von der Universität Münster bereitgestellten Schutzprogramm ausgestattet werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)

### Eingabekontrolle

- Für produktive Dienste und Systeme ist ein geeignetes Logging von wichtigen Ereignissen umzusetzen (RL02 Sicherer IT-Betrieb / RL14 Protokollierung und zentrales Logging)
- Für produktive Dienste und Systeme müssen geeignete Methoden zur sicheren Authentifizierung eingesetzt werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)

## Verfügbarkeit und Belastbarkeit

### Sicherstellung

- Brandmeldung und Brandbekämpfung
  - Zentrale Serverräume sind mit geeigneten Brandmeldeanlagen mit Brandfrüherkennung ausgestattet
  - Unregelmäßigkeiten werden automatisch der dauerhaft besetzten Leitwarte des lokalen Heizkraftwerks gemeldet sowie an die Feuerwehr weitergeleitet
  - Es stehen geeignete Feuerlöscher in ausreichender Zahl zur Verfügung
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung und Notstrom
  - Zentrale Serverräume sind mit geeigneten USVs sowie einer Netzersatzanlage ausgestattet
- Klimatisierung
  - Zentrale Serverräume sind mit geeigneten Anlagen zur Klimatisierung ausgestattet
  - Die Klimatisierung wird kontinuierlich überwacht und Unregelmäßigkeiten werden der dauerhaft besetzten Leitwarte des lokalen Heizkraftwerks gemeldet
- Ausfallsicherheit
  - Für produktive Dienste und Systeme muss bereits bei der Planung auf geeignete Dimensionierung und Redundanz geachtet werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
- Datensicherung
  - Für produktive Dienste und Systeme muss bereits bei der Planung auf ein geeignetes Konzept zur Datensicherung geachtet werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
- Monitoring:
  - Für produktive Dienste und Systeme muss geeignetes Logging und Monitoring eingerichtet werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
- Notfallmanagement
  - Ein übergreifendes Notfallmanagement befindet sich im Aufbau
  - Für produktive Dienste und Systeme muss stets geprüft werden, ob und welche Maßnahmen für Notfälle notwendig sind (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
- Wartungsarbeiten
  - Die Infrastruktur der zentralen Serverräume wird regelmäßig und nach Herstellervorgaben gewartet
- Intrusion Detection
  - Netzwerkseitig sind Next-Gen-Firewalls sowie Intrusion Prevention Systeme im Einsatz (RL06 Sicherheitsrichtlinie Netz)
  - Logmeldungen der Firewalls sowie kritischer Systeme werden zentral in einem Security Information and Event Management gesammelt und kontinuierlich ausgewertet (RL14 Protokollierung und zentrales Logging/RL15 Detektion und Behandlung von Sicherheitsvorfällen)
- Patches und Updates
  - Für produktive Dienste und Systeme muss ein geeignetes Konzept zur Überwachung auf und Einspielung von neuen Patches und Updates erstellt werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)

### Wiederherstellung

- IT-Hardware
  - Für produktive Dienste und Systeme muss geeignete Hardware mit entsprechenden Wartungsverträgen beschafft werden, um Ersatzsysteme im Rahmen der angestrebten Wiederherstellungszeit zu erhalten (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
- Wiederherstellung von IT-Systemen
  - Für produktive Dienste und Systeme muss ein geeignetes Konzept zur Wiederherstellung entwickelt werden (RL02 Sicherer IT-Betrieb)
- Dokumentation
  - Entsprechende Maßnahmen und Anweisungen sind in den jeweiligen Betriebskonzepten zu dokumentieren (RL02 Sicherer IT-Betrieb)

## Wirksamkeitskontrolle

- Dienste werden nach und nach in das ISMS aufgenommen und anhand der BSI IT-Grundschutz-Methodik überwacht (RL13 Überprüfung und Verbesserung der Informationssicherheit)
- Nach Bedarf werden externe oder interne Auditierungen von Diensten/Systemen durchgeführt (RL13 Überprüfung und Verbesserung der Informationssicherheit)
- Automatisierte Schwachstellenscans werden eingesetzt, um grundlegende technische und organisatorische Maßnahmen zu kontrollieren (RL13 Überprüfung und Verbesserung der Informationssicherheit)

## Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung

### Informationssicherheits-Management (ISMS)

- Es wird ein ISMS nach der BSI IT-Grundschutz-Methodik betrieben (RL13 Überprüfung und Verbesserung der Informationssicherheit)
- Nach Bedarf werden externe oder interne Auditierungen von Diensten/Systemen durchgeführt (RL13 Überprüfung und Verbesserung der Informationssicherheit)

### Datenschutz-Management

- Eine zentrale Stelle zum Datenschutz-Management wurde eingerichtet (Datenschutzkonzept)
- Mitarbeitende werden für datenschutzrechtliche Anforderungen sensibilisiert und zur Einhaltung dieser verpflichtet (Datenschutzkonzept)
- Datenschutzrelevante Verarbeitungstätigkeiten werden durch einen geregelten Prozess vor der Etablierung geprüft. Bei entsprechender Notwendigkeit werden Datenschutzfolgeabschätzungen durchgeführt (Datenschutzkonzept)
- Die Organisation kommt den Informationspflichten nach Art. 13 und 14 DSGVO nach (Datenschutzkonzept)

### Sicherheitsvorfall-Management

- Als zentrale Stelle zum Management von Sicherheitsvorfällen wurde das CERT der Universität Münster eingerichtet (RL15 Detektion und Behandlung von Sicherheitsvorfällen)
- Prozesse zur zentralen Meldung und Dokumentation von Sicherheitsvorfällen wurden definiert (RL15 Detektion und Behandlung von Sicherheitsvorfällen)
- Sicherheitsvorfälle werden untersucht und ausführlich dokumentiert (RL15 Detektion und Behandlung von Sicherheitsvorfällen)
- Eine Einbindung der Stabsstelle Datenschutz erfolgt bei entsprechender Notwendigkeit (RL15 Detektion und Behandlung von Sicherheitsvorfällen)

## Auftragskontrolle / Weisungskontrolle

- Formalisierte Auftragserteilung erfolgt in schriftlicher Form
- Es werden Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung abgeschlossen, wenn Daten bei externen Anbietern verarbeitet werden
- Es werden, soweit möglich, Standardvertragsklauseln der EU verwendet
- Mitarbeitende werden auf die Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen sowie auf Geheimhaltung verpflichtet

## Autoren

- Dustin Gawron
- Sophie Rydzik
- Dr. Markus Blank-Burian
